DDR
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Vorrausetzung für einen schrittweisen Übergang zum Kommunismus war eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik, dessen zentrales Element die >soziale Planwirtschaft< sein sollte.
Aus dem Artikel 9 der Verfassung geht hervor:
" Die Volkswirtschaft dient der Stärkung der sozialistischen Ordnung, der ständig besseren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger, der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer sozialistischen gesellschaftlichen Beziehungen..."
Der erste Schritt zu dieser Volkswirtschaft war ja bereits die angesprochene entschädigungslose Enteignung der Industriellen, Banken, Versicherungen und Bauern im Jahre 1945 gewesen. Unter dem Volkseigentum wurden alle Bodenschätze, Verkehrsmittel, Banken ... geführt und die Industriebetriebe, die als Volkseigene Betriebe (VEB) von Partei und Staat verwaltet und von SED Kadern geleitet wurden. Von der Partei wurde festgelegt, was, wo und wie viel produziert wurde. Dabei waren teilweise hunderte von betrieblichen Einrichtungen miteinander verbunden und der Ausfall eines Betriebes konnte dieses "Fließband" zum erliegen bringen. Die festgelegten Arbeitsnormen führten auch unter den Arbeitern für Unmut. Bei den Demonstrationen gegen die Festlegung der Arbeitsnormen kam es am 17. Juni 1953 zum Volksaufstand der militärisch niedergeschlagen wurde, wobei es auch zu Todesopfern kam.
Auf den >Tafeln der Besten< in den Betrieben konnten häufig die "Aktivisten des Monats", "Aktivisten der sozialistischen Arbeit" aber auch die Krankheitstage der Arbeiter von jedem eingesehen werden. Mit Hilfe des "proklamierten Wettbewerbs", Prämien und Ehrungen wurde versucht die Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu bewegen und die Planziele zu erfüllen oder über dem festgelegten Wert zu liegen. Da diese festgelegten Ziele sehr statisch waren und häufig aus wirtschaftlichen / betrieblichen Gründen nicht erfüllt werden konnten, wurde versucht die Zahlen künstlich nach oben zu treiben. Zusätzlich war das Wirtschaftssystem nicht in der Lage auf Veränderungen des Weltmarktes einzugehen.
Der Fahrzeugbau hatte in der DDR einen hohen Stellenwert. Der "Trabant" wurde in Zwickau und der "Wartburg" in Eisenhüttenstadt gefertigt. Wer ein solches Fahrzeug aber erwerben wollte, konnte sich auf lange Wartezeiten (13 - 17 Jahre) einstellen. Aus diesem Grund trug man sich nach Möglichkeit schon mit 18 Jahren in die Warteliste ein. Aufgrund dessen florierte auch der Handel mit Gebrauchtwagen, die meist einen höheren Wiederverkaufswert hatten als Neuwagen. Ersatzteile konnten meist nur unter schwierigen Bedingungen und zu teueren Preisen oder im Tausch gegen "Schwarzarbeit" erworben werdenund Kreativität und Beziehungen halfen häufig beim Bezug von eher seltenen Produkten weiter.
Über mehrere Jahrzehnte lebte die DDR über ihren Möglichkeiten, da die Staatsausgaben höher waren als die Einnahmen. In den 80ér Jahren wurde die DDR überwiegend durch Milliarden-Kredite der BRD gestützt und im Gegenzug wurde mit dem Abbau von Minensperren und Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze begonnen.......
Welche Ergänzungen haben Sie und welche Erinnerungen an diese Zeit?

BRD
Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?





