Geheimdienste in der DDR & BRD


Auch wenn die Tätigkeiten, Aufgabenfelder und die "Arbeitsweise" der Staatssicherheit mit dem Verfassungsschutz sicherlich nicht zu 100% vergleichbar sind , wurden hier die Bereiche DDR & BRD gegenübergestellt und leicht angeschnitten!


DDR

Am 08.02.1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit, als geheimer Nachrichtendienst der DDR, gegründet. Vorläuferorganisationen waren aber bereits seit August 1946 im Auftrag der SED im Einsatz. Das MfS als "Schild und Schwert" der SED entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Nachrichtendienst für Spionage und Spionageabwehr.
Unter Führung der SED wurden durch das MfS Regimegegner und andere "Auffällige" überwacht und bekämpft!
In Zusammenarbeit mit dem KGB und dem Aufbau eines Netzwerkes aus inoffiziellen Mitarbeitern, gelang es dem MfS die flächendeckende Überwachung und Einschüchterung der DDR-Bevölkerung sicherzustellen. Zusätzlich gab es in Berlin-Trepkow einen weiteren, aber militärischen Nachrichtendienst der wie auch die NVA und die Grenztruppen dem MfS-Militärabwehr unterstellt war. Ab 1957 bekleidete Erich Mielke, der bisherige Stellvertreter, das Amt des Ministers für Staatssicherheit. Er bekleidete dieses Amt bis zum 07. November 1989. Von ihm stammt auch das Zitat "Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse, Genossen. Hinrichten, wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil.“

Der anfangs üblichen Hinrichtungsmethode mit dem Fallbeil folgte später der "unerwartete Nahschuss" unter strenger Geheimhaltung, in einem Hinrichtungszimmer. Die Todesstrafe wurde, vermutlich auf Druck der Bundesregierung, am 17.Juli 1987 abgeschafft.
Insgesamt wurden 221 Todesurteile gefällt, von den 164 vollstreckt wurden. Darunter waren nicht nur Verurteilte aus Zivilprozessen (z.B. Mörder), sondern auch MfS Mitarbeiter die sich der versuchten Republikflucht strafbar gemacht hatten oder "Spione" und "Saboteure". Den Verurteilten blieb nur die Möglichkeit ein Gnadengesuch an den Staatsratsvorsitzenden zu stellen und auf ein Aufhebung des Urteils zu hoffen. Etwa 1/3 davon wurde entsprochen. Die Opfer der vollstreckten Todesurteile wurden mehreren Berichten zufolge heimlich eingeäschert und begraben.
Diese Tatsache war aber den meisten DDR-Bürgern bis zur Wende unbekannt. Geschah die Vollstreckung der Todesurteile in den 60 ér Jahren noch öffentlich, wollte man später nicht auf vorhandene Regimegegner aufmerksam machen.

Insgesamt war die Arbeit der Staatssicherheit unauffällig und schleichend aber auch äußerst brutal wie uns ehemalige Stasi-Opfer heute berichten. Der Stasi unterlag der Bereich Spionage, unterstellt der Hauptverwaltung Aufklärung sowie die geheimdienstliche Kontrolle der Bürger durch den "Abwehrsektor".

Gemäß Aussage der Birthler-Behörde gab es zum Ende der DDR-Ära neben den hauptamtlichen Mitarbeitern etwa 189.000 aktive inoffizielle Stasi-Mitarbeiter (IM) von denen 3000 in Westdeutschland tätig gewesen sein sollen. Während des gesamten Bestehens der Staatssicherheit sollen 608.000 DDR Bürger und 12 000 Bundesbürger im Dienst der Staatssicherheit gestanden haben. Wie viele der damaligen IM´s auch heute noch ranghohe Dienstposten in ähnlichen Aufgabenbereichen bekleiden wird vermutlich nicht abschließend geklärt werden können, macht aber nachdenklich! Eine wirkliche Aufklärung und Aufarbeitung hat leider nicht wirklich stattgefunden.......



Welche Ergänzungen haben Sie und welche Erinnerungen an diese Zeit?


BRD


In der Bundesrepublik unterstehen:

- Bundesamt für Verfassungsschutz
- Bundesnachrichtendienst
- Militärischer Abschirmdienst

als Nachrichtendienste dem Bund. Weiterhin gibt es in jedem Bundesland auch:

- Verfassungsschutzbehörden der Länder

Die Aufgaben werden definiert als "Beschaffung von Informationen über verfassungsfeindliche Bestrebungen und Auswertung und der Verbreitung der Erkenntnisse........................


Welche Ergänzungen haben Sie und welche Erinnerungen an diese Zeit?