DDR
Nach der Übernahme der Regierungsgewalt in Deutschland mussten die 4 allierten Besatzungsmächte auch die Sorge für das Bildungssystem tragen. Als erstes wurden die schulischen Einrichtungen "entnazifiziert". Hier übernahm die KPD die Kontrollfunktion. Das Ziel vor Augen, eine freiheitliche Umerziehung der vom NS-Regime geprägten Kinder und Jugendlichen zu erreichen.
Die bereits von Karl Marx geforderte polytechnische Schulbildung wurde zwölf Jahre nach der 1946 durchgeführten Schulreform Realität. In diesen Polytechnische Schulen (POS) konnten das Unterrichtsprogramm, wie auch heute in Österreich, mit den praktischen Aspekten des Berufslebens durch Werkunterricht und der praktischen Arbeit in Betrieben verknüpft werden, mit dem Ziel die Leidenschaft zur Arbeit zu fördern. Auch der "Schulgarten" stand auf dem Lehrplan und hier konnten erste Erfahrungen mit der Landwirtschaft in Form von Gartenarbeit gesammelt werden.
Das ursprünglich achtklassige Grundschulsystem wurde im Rahmen des "Aufbaus der sozialistischen Schulen" überarbeitet. Die Polytechnische Oberschule entwickelte sich so zur allgemeinen Schulform in der DDR und Ende der 70ér Jahren zur 10. klassigen Schule. Der Respekt vor der Lehrerschaft nahm einen hohen Stellenwert ein und zeigte sich bei der stehenden Begrüßung, wenn der Lehrer die Klasse betrat aber auch beim aufstehen wenn man zum sprechen aufgefordert wurde. Insgesamt gesehen lief alles sehr organisiert ab. Auch beim Sportunterricht wurde sich der Größe nach "in Linie zu einem Glied" aufgestellt, ausgerichtet und durchgezählt! ....,.....
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Urkunden
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Welche Ergänzungen haben Sie und welche Erinnerungen an diese Zeit?

BRD
Auch in den westlichen Besatzungszonen trugen die entsprechenden Militärverwaltungen die Verantwortung für das Bildungswesen.
Wie auch in der DDR war hier die Umerziehung und Entnazifizierung ein bestimmendes Merkmal der Schulpolitik.
Anfang der 50ér Jahre wurde allgemein bis zum 10 Lebensjahr die Allgemeine Grundschule besucht und im Anschluß die Volksschule, Mittelschule oder Gymnasium.
In den 60 ér Jahren kam es zur vielbesprochenen Bildungskatastrophe in den Westzonen. Es wurden höhere Abschlüsse und mehr Abiturienten gefordert. 1967/68 folgten die Studentenunruhen. Es folgten starke Veränderungen im
Bildungswesen......................
Welche Ergänzungen und Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?























