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DDR
Mitte der 50´er Jahre gab es noch die Wochenkrippen. Diese sollten Schichtdienstleistenden Müttern zu Gute kommen. Dort konnten die Kleinen von Montag morgen bis Samstag nachmittag rund um die Uhr von den Erziehern betreut werden. Da diese Lösung aber unerfreulich für die Eltern war und sich dazu bei vielen Kindern Sprach-, und Verhaltensstörungen zeigten, wurde diese Betreuung Anfang der 60´er Jahre wieder eingestellt.
Im Normalfall konnten die Kinder von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr in den Krippen untergebracht werden. Die Finanzierung der Unterbringung wurde durch den Staat sichergestellt, so dass die Eltern lediglich einen täglichen Verpflegungszuschuss leisten mussten.
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Frauen waren durchgehend und aktiv im Arbeitsleben. Da es kaum Teilzeitarbeitsplätze gab, wurden die meisten Kinder zwangsläufig in den Krippen untergebracht. Wer gewollt oder ungewollt auf eine Erwerbstätigkeit verzichtete galt als asozial.
Die Kinderbetreuungseinrichtungen wurden überwiegend vom Staat verwaltet und es betraf meist die 1 - 3 Jährigen Kinder, aber auch wenige Wochen alte Säuglinge waren in den Krippen keine Seltenheit.
Ab dem 3. Lebensjahr folgte der Kindergarten. Der Tagesablauf weiterhin klar strukturiert, wurde verstärkt die Freundschaft zur Sowjetunion und zu Angehörigen der NVA und Volkspolizei gefördert. Dies zeigte sich deutlich in den Liedern die gesungen wurden:" Und wenn ich mal groß bin, damit Ihr es wißt,
dann werde ich auch so ein Volkspolizist." oder "Hör ich die Soldaten singen, lass ich all mein Spielzeug stehen!" Besuche von Offizieren zum Gespräch im Kindergarten rundeten die Sympathiegewinnung ab. Aber auch die körperliche Ertüchtigung und die Liebe zur Natur stand im Vordergrund. Zahlreiche Waldspaziergänge brachten den Kindern die Natur näher und diese lernten fast spielerisch die heimischen Bäume, deren Blätter und Früchte aber auch die Tiere des Waldes kennen!
Allein die Möglichkeit dazu war natürlich für die Familien gut aber es lässt sich wohl heute nicht mehr bestreiten, dass auch der Staat seinen Nutzen aus diesen Möglichkeiten zog und schon früh Einfluß auf die "sozialistische Entwicklung" der Kinder nehmen konnte. Die Erzieherinnen, die auch bezüglich ihrer politischen Ansichten überprüft und überwacht wurden, mussten den Tagesablauf minutiös strukturieren.
So gingen Einzelinteressen meist in dem klaren, plangebundenen und diziplinierten Tagesablauf unter. Gemeinsames Essen, gemeinsamer Sport, gemeinsamer Toilettengang, gemeinsames Schlafen. Auch ich kann mich noch sehr gut an teilweise quälend lange Stunden des stillen Liegens erinnern obwohl man nicht müde war. Also stand auch hier schon der "kollektive Gemeinschaftssinn" im Vordergrund.
Margot Honecker, als Volksbildungsministerin der DDR, propagandierte die Krippen,- und Kindergartenerziehung und stellte deren Zweckmäßigkeit und Erfolg über die Möglichkeiten der Eltern.
Die Forderungen des Staates in Bezug zur Erziehung wurden auch im §3 des Familiengesetzes geregelt:
>> Es ist die vornehmste Aufgabe der Eltern, ihre Kinder in vertrauensvollem Zusammenwirken mit staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen zu gesunden und lebensfrohen, tüchtigen und allseitig gebildeten Menschen, zu aktiven Erbauern des Sozialismus zu erziehen. Die Erziehung der Kinder ist zugleich Aufgabe und Anliegen der gesamten Gesellschaft<<
Aufgrund der sehr einheitlichen Vorschulerziehung hatten eigentlich fast alle Kinder zu Beginn Ihrer Schulzeit den selben Bildungsstand.
Später während der Schulzeit war eine staatliche Betreuung in Form eines "Hortes" sichergestellt........
Welche Ergänzungen haben Sie und welche Erinnerungen an diese Zeit?

BRD
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Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?








